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Entlang der Moldau von Prag nach Passau

Karte1. Tag: Anreise
Individuelle Anreise in die „Goldene Stadt“ Prag. Seit 1992 gehört der historische Stadtkern von Prag zum UNESCO Weltkulturerbe. Der gut erhaltene Stadtkern, die historischen Gebäude, die verwinkelten Gassen der Altstadt, die weite Sicht, die sich von der Karlsbrücke aus öffnet, und die über alles wachende Prager Burg: stundenlang durch die Gassen von Prag zu bummeln, sich die Häuser anzuschauen, neue Cafés und Kneipen entdecken – auch das gehört zu einem Pragaufenthalt. Nachmittags Radausgabe.
Anreisemöglichkeiten:
(a) ...per PKW nach Prag oder Passau, begrenzt Gratis-Parkplätze am Hotel in Prag, in Passau öffentl. Tiefgarage oder Hotelgarage ca. 30 bis 50 Euro/Woche
(b) ...per Flug nach Prag (Taxi zum Hotel ca. 25 Euro).
(c) ...per  » Bahn nach Prag oder Passau. Tipp: Nutzen Sie die » RIT-Fahrkarte mit der Deutschen Bahn.
Jeden Sonntag um 09.00 Uhr Transfer von Passau nach Prag (ca. 4 Std.), Vorreservierung bis spätestens zum Reisebeginn erforderlich. Die Bezahlung erfolgt vor Ort (siehe Extras).

2. Tag: Prag – Raum Sedlcany (ca. 60 km)
Es erwartet Sie eine leicht hügelige, abwechslungsreiche Tagesetappe, die Sie an zahlreichen idyllisch gelegenen böhmischen Dörfern vorbeiführt. Kleine Häuser mit holzverkleideten Giebeln, an denen die Dahlien mit den Kräutern am Straßenrand um die Wette blühen, ziehen unweigerlich die Blicke auf sich. Unterwegs locken gemütliche Lokale zu einem erfrischenden böhmischen Bier. Seit „kurzem“ kräuseln sich die Wellen des Moldaustausees, vorher war das felsige Flusstal wild und ungezähmt. Die gezähmte Moldau weitet sich je nach Stauhöhe auf bis zu 5.000 ha aus.

3. Tag: Raum Sedlcany – Pisek (ca. 75 km)
Sie durchqueren kleine böhmische Dörfer, ehe Sie bei Milesov den Stausee der Moldau erblicken. Durch den tiefgrünen böhmischen Wald, die Moldau als Leitlinie, gelangen Sie nach Orlik. Hier liegt hoch oben auf einem steilen Felsen die prächtige gotische Burg Orlik. Das von den Schwarzenbergern ausgestattete Schloss ist ein Paradebeispiel für den Lebensstil des Adels im 19. Jh. Nur wenige km weiter lockt bereits die nächste Sehenswürdigkeit: Burg Zvikov. Die herrliche Landzunge am Zusammenfluss von Moldau und Otava lud durch ihre Lage bereits in vorhistorischer Zeit zur Besiedlung ein. Die Burg gehörte im Mittelalter zu den bedeutendsten und am schwersten einnehmbaren Burgen in Böhmen. Allein mit sich und der urtümlichen Moldaulandschaft sind die verbliebenen Kilometer nach Pisek ein Klacks. Die malerische Kleinstadt schmiegt sich eng an das rechte Ufer des Flusses Otava an. Bereits zu Urzeiten wusch man hier den „pisek“ [Sand] des Flusses Otava, um Gold zu finden; daher der Name der Stadt.

4. Tag: Pisek – Budweis (ca. 70 km)
Heute genießen Sie die faszinierende Fluss-, Ur- und Kulturlandschaft entlang der „goldführenden“ Otava. Ein wunderschöner stiller Waldweg führt Sie zum Schloss Hluboká, welches auf einem Hügel hoch über der Moldau thront. Als Leitbild für den Umbau im neugotischen Stil diente Schloss Windsor mit vielen Türmchen, Zinnen und verspielten Details. Entlang der Moldau nähern Sie sich Ihrem Tagesziel Budweis. Diese Stadt ist nicht nur wegen seines weltbekannten „Budweiser Bieres“ ein Erlebnis. Die königliche Stadt, im 13. Jh. gegründet, ist heute mit 100.000 Einwohnern das Zentrum Südböhmens. Noch immer fasziniert der weitläufige Marktplatz mit dem Samsonbrunnen. Hübsche Laubenhäuser aus der Zeit der Gotik und Renaissance verleihen einen würdigen Rahmen.

5. Tag: Budweis – Krumau (ca. 35 km)
Nutzen Sie die kürzere Etappe für einen (erneuten) „vormittäglichen“ Spaziergang durch Budweis. Die Abgeschiedenheit und die kleinen, schmucken Bauerndörfer stehen heute im Vordergrund. Die Moldau ist richtungsweisend auf Ihrem Weg in das mittelalterliche Krumau, 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und ein absoluter Höhepunkt Ihrer Reise. Seit Jahrhunderten gilt die kleine Stadt als  „Perle des Böhmerwalds“ – nicht nur wegen der einzigartigen Lage in einer Moldau-Schleife. Das Ensemble von 300 historischen Häusern mit Schloss- und Burgkomplex beeindruckt jeden Besucher. Verwinkelte Gässchen, hölzerne Balkone und weiß oder farbig getünchte Häuser lassen im Sommer mediterranes Flair aufkommen. Die Straßencafés und Biergärten hauchen Krumau jeden Tag aufs Neue pulsierendes Leben ein.

6. Tag: Krumau – Aigen (Österreich) (ca. 70 km)
Heute wird es sportlich! Das Grüne Dach Europas, der Böhmerwald, sorgt für einige „knackige“ Anstiege, doch die paradiesische Schönheit der Landschaft entschädigt für die erbrachten Mühen. Sie genießen weite Aussichten, wunderbar reine Luft, unendlich tief scheinende Nadelwälder ... und über allem liegt Stille – Stille, die das Flüstern der Bäche und das Rauschen des Waldes hörbar werden lässt. Die Moldau zur Linken geht es in das interessante Städtchen Rosenberg mit imposanter Burganlage. Zunächst radeln Sie entlang der Moldau, die sich wenig später zum Lipno-Stausee aufstaut, eines der größten Fischreviere der Tschechischen Republik. Ein wunderbarer Weg führt Sie durch die herrliche Sumava-Landschaft zum Schwarzenbergkanal. Über den im 19. Jh. als achtes Weltwunder gefeierten 52 km langen Kanal wurden Unmengen an Holz zur Donau geschafft, um den riesigen Brennholzbedarf Wiens zu stillen. Wenig später nehmen Sie Abschied von Tschechien, Sie passieren die Grenze zu Österreich zur Übernachtung im romantischen Mühlviertel.

7. Tag: Aigen – Passau (ca. 50 bzw. 75 km)
Die Schlussetappe führt durch das malerische Mühlviertel an die Donau. Herrliche Panoramablicke, an schönen Tagen sind die Alpen zum Greifen nahe, gewähren Ihnen vielfältige Ein- und Ausblicke. Durch das abenteuerliche Mühltal gelangen Sie an den Donau-Radweg. Tief eingebettet ins Tal, von sanften Höhenrücken gesäumt, schlängelt sich der Donau-Radweg. Durch die herrliche Schlögener Schlinge nähern Sie sich der „Dreiflüssestadt“ Passau.  Die Barockstadt mit ihrer imposanten Lage zwischen Donau, Inn und Ilz bildet den abschließenden Höhepunkt Ihrer Reise. Keinesfalls sollten Sie eine Besichtigung der wunderschönen Passauer Altstadt und einen Kaffee in einem der traditionellen Kaffeehäuser versäumen. Die letzten 25 km können mit einer Schifffahrt Engelhartszell-Passau überbrückt werden (fakultativ, ca. 13,50 Euro/Person, Radmitnahme gratis).

8. Tag: Abreise oder Verlängerung
Leider ist sie schon zu Ende, Ihre RadReise am blauen Band der Moldau. Gerne sind wir Ihnen bei der Buchung eines Verlängerungsaufenthaltes behilflich.

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