Masurische Impressionen
1. Tag: Individuelle AnreiseIndividuelle Anreise, je nach Ankunftszeit erfolgen Tourbesprechung und Radausgabe am Abend oder am nächsten Vormittag. Die Übernachtung erfolgt im Raum Sensburg [Mragowo].
Anreisemöglichkeiten:
(A) ...per PKW nach Masuren (Stellplatz 25 Euro pro Woche) oder nach Warschau (Stellplatz am Flughafen ca. 50 Euro pro Woche) und Weiterfahrt mit dem Masuren-Shuttle.
(B) ...per Flug nach Warschau. Anschließend Bustransfer mit dem » Masuren-Shuttle. Der Bus fährt über Warschau-Centralna (Bahnhof) und via Warschauer Altstadt direkt nach Masuren.
(C) ...per » Bahn über Berlin direkt nach Warschau-Centralna. Von dort Bustransfer mit dem Masuren-Shuttle via Warschauer Altstadt direkt nach Masuren. Tipp: Nutzen Sie die » RIT-Fahrkarte mit der Deutschen Bahn.
2. Tag: Sensburg ~ Rastenburg (ca. 55 km)
Verträumte Dörfer mit klappernden Störchen, eiszeitliche Rinnenseen, Wiesen und Felder begleiten Sie nach Rastenburg [Ketrzyn]. Die Wallfahrtskirche Heiligelinde [Swieta Lipka], ein barockes Kleinod, lädt zum Besuch ein. Sehenswert sind das geschmiedete Portal und das Orgelspiel mit seinen beweglichen Figuren. Ein Abstecher zur gotischen Burg Rössel [Reszel] lohnt, bevor Sie Ihr Tagesziel Rastenburg [Ketrzyn] erreichen. In der mittelalterlichen Wehrkirche befindet sich ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs.
3. Tag: Rastenburg (ca. 60 km)
Per Rad zu Schloss Steinort, einst im Besitz der Grafen Lehndorff. Trotz sichtbaren Verfalls vermittelt es einen interessanten Eindruck der früheren Pracht ostpreußischer Landgüter. Mit der Renovierung soll in Kürze begonnen werden. Nach einem Stopp an der landschaftlich reizvollen See-Enge zwischen Mauer- und Dargainersee führt der Weg zur Wolfsschanze, dem einstigen Führerhauptquartier. Die gewaltigen Überreste sind ein beklemmendes Mahnmal an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Ein Gedenkstein erinnert an den Widerstand vom 20. Juli 1944.
4. Tag: Rastenburg ~ Nikolaiken (ca. 52 km)
Besuchen Sie in der ehemaligen Schäferei in Owczarnia das kleine Heimatmuseum, bevor Sie Ihren Weg über Nakomiady fortsetzen, wo sich ein Blick auf das kleine, renovierte Schlösschen mit seinem schönen alten Garten lohnt. In Rhein [Ryn] lohnt ein Besuch der Ordensburg, hier ist heute ein mondänes Hotel untergebracht. In Zondern vermittelt ein 200-jähriges Bauerhaus das bäuerliche Leben zu Großmutters Zeiten. Am Talter Gewässer entlang – mit herrlicher Fernsicht auf die Seenplatte – geht es nach Nikolaiken. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Strecke Rhein - Nikolaiken mit einem Schiff der Weißen Flotte zurückzulegen.
5. Tag: Nikolaiken (ca. 10/55 km)
Eine kurze Radtour führt zum Schwanenparadies Lucknainer See, wo sich während der Brutzeit bis zu 1.000 Höckerschwäne aufhalten. Der See, als Bisphärenreservat der UNESCO anerkannt, ist Brutplatz zahlreicher Vogelarten und Winterquartier für Zugvögel. Den Rest des Tages können Sie nach Belieben in Nikolaiken verbringen, das wegen seines südlichen Flairs auch „Masurisches Venedig“ genannt wird. Hier spielt die Sage um den Stinthengst, den Sie angekettet unter einer Brücke finden. Genießen Sie einen Bummel am Hafen oder eine gemütliche Schifffahrt auf dem Spirding-See. Wer am Vortag die Strecke Rhein - Nikolaiken mit dem Schiff zurückgelegt und somit einige Rad-km „gespart“ hat, kann sich auch an die Umrundung des Talter Gewässers wagen.
6. Tag: Nikolaiken – Aktiv-Resort „Masurische Seen“ (ca. 30 km)
Radtour zur altertümlichen Fähre Wierzba und Besuch der Biologischen Station Popielno. Hier wird der Tar-pan (urzeitliche Pferderasse) rückgezüchtet und ausgewildert. Wejsuny [Weissuhnen] mit seiner hübschen, im Ordensstil erbauten Dorfkirche, besticht durch einige alte masurische Häuschen vom Ende des 19. Jh. In einem davon ist eine Heimatstube eingerichtet. Kurz danach erreichen Sie Niedersee [Ruciane Nida], beliebter Seglertreff und Urlaubsort. Über die Schleuse Guzianke kommen Sie zum Tagesziel Aktiv-Resort in Piaski oder Umgebung.
7. Tag: Rund um Piaski (ca. 42/48 km)
Die Tagesetappe verbindet Eckertsdorf [Wojnowo] auf direktem Weg mit Kruttinnen [Krutyn]. In Eckertsdorf liegt inmitten herrlicher Naturlandschaft das russische-orthodoxe Kloster der Philipponen. Die Altgläubigen ließen sich 1825 hier nieder. Ihre Häuser und die Holzkirche mit goldenem Zwiebelturm verweisen auf das russische Erbe der Glaubensflüchtlinge. Das ausgedehnte Waldgebiet der Johannisburger Heide wird durchzogen von der Krutynia, einem glasklaren Flüsschen, das reich an Fischen und Krebsen ist. Eine Stocherkahnfahrt gilt als Höhepunkt jeder Masurenreise. Ausgangsort ist das Dorf Krutyn, wo man auch masurische Handarbeiten, Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen kann. Sehr reizvoll ist die Einkehr in einem Lokal mit Terrasse direkt am Fluss, wo fangfrischer Fisch serviert wird. Rückfahrt über Galkowo mit dem Reiterhof Gut Ferenstein und dem Forsthaus, heute ein nostalgisches Restaurant.
8. Tag: Abreise
Zum Reisebeginn bzw. -ende bietet sich eine Zusatznacht in Warschau an, einer pulsierenden Metropole mit vielen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm. Gerne buchen wir für Sie auch eine Verlängerungswoche im » Aktiv-Resort „Masurische Seen“ in Piaski.
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